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NEWS

Nazli Hacibayramoglu | Mein Ultra-Marathon

Ultramarathon Etappe 11

  • Autorenbild: Naz Li
    Naz Li
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

ETAPPE 11 | 62,4 km | Tauplitz nach St. Johann | Di, 07.04.2026



Wir hatten eine unbequeme Nacht in Taupltz. Da alles so beengt war, schliefen wir in den unmöglichsten Orten: Rüdiger auf dem Balkon, Peter im Gang zu den Apartments, nur Ingo und ich blieben im Zimmer. Zum Zudecken hatten wir lediglich ein dünnes Bettlaken. Aber was soll‘s. Wir hatten ein Dach über den Kopf.


Ich verrate euch was: Nutella war der Frühstücksschlager, weshalb Ingo nochmal einkaufen musste. Gegen 7:30 Uhr verabschiedete sich die Hälfte der „Nutellagang“ in Richtung St. Johann am Tauern.


Mit 4 °C beim Start war es nicht übermäßig warm, aber man konnte schon erkennen, dass die Sonne die Wolken immer weiter vertreiben würde. Der Wetterbericht versprach heute etwa 14 °C. Was für eine Wohltat nach den kalten Tagen. Optimale Ultramarathon Bedingungen.


Um 8:30 Uhr begab sich Peter auf die Strecke, um den VP in Trautenfels zu besetzen. Wir verabschiedeten uns aus Taupliz und dem 1.123 m hohen Kulmkogel der obersteirischen Gemeinde Mitterndorf in der Steiermark.


Ich bin wie immer gut gelaunt und optimistisch, auch wenn es hier und da mal ein bisschen zwickte. Ein knappes Viertel habe ich bereits geschafft.


Trotz der welligen Strecke lief ich ein Tempo über 6,5 km/Std.


Unser Plan für heute war: Ich laufe bis km 32. Dann werde ich 10 km vorausgefahren und laufe den Rest. Ich wunderte mich etwas doch der Grund war dieser: Mein Team hatte eine Überraschung geplant (total süß). Eine Blaskapelle sollte mich in St. Johann empfangen.


Und tatsächlich. Gegen 17.15 Uhr wurde ich mit einer 7-Mannstarken Blaskapelle empfangen. Sie spielten ein weiteres Stück und noch ein Stück und noch ein Stück. Wir waren alle überwältigt und sehr gerührt. So eine wunderschöne Aktion und das für mein Team und mich. Vielen herzlichen Dank an Gerhard Gruber und den MV St. Johann am Tauern für diesen unglaublich schönen Empfang. Und natürlich ein großer Dank an Ingo, der das alles heimlich eingefädelt hatte. Ob er noch eine weitere kleine Überraschung in petto hat?


Bis 18.30 Uhr saßen wir noch bei einer Jause (Brotzeit) und einem Bierchen zusammen. Es war nicht nur ein rühriger Empfang, sondern auch ein super schöner Ausklang dieser 11. Etappe.

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„Laufen ist keine Frage der Geschwindigkeit, sondern der Einstellung.“

Dean Karnazes

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